Abseilen beim Canyoning erklärt - Ablauf, Technik und Sicherheit
Abseilen gehört zu den zentralen Bewegungsformen beim Canyoning. Viele Einsteiger fragen sich vor der ersten Tour:
Muss ich selbst abseilen?
Ist das schwierig?
Wie sicher ist das?
Die wichtigste Information zuerst:
Abseilen wird immer kontrolliert durchgeführt und an dein Können angepasst.
Du möchtest wissen, wann Abseilstellen typischerweise im Tourablauf vorkommen?
→ Ablauf einer Canyoning Tour verstehen
Was bedeutet Abseilen beim Canyoning?
Beim Abseilen bewegst du dich kontrolliert an einem Seil über eine Felsstufe nach unten.
Typische Situationen:
- Wasserfälle
- steile Felsstufen
- enge Schluchtpassagen
Du bist dabei immer gesichert und wirst vom Guide überwacht.
Wie hoch sind Abseilstellen?
Bei vielen Touren liegen typische Abseilhöhen für Einsteiger im moderaten Bereich.
Je nach Schlucht können Abseilstellen aber bis etwa
16 Meter hoch sein.
Die Höhe allein sagt wenig über die Schwierigkeit aus - entscheidend sind:
- Standposition
- Untergrund
- Wasserführung
- Erfahrung des Teilnehmers
So wird beurteilt, ob Bedingungen sicher sind.
→ Wetter und Sicherheit beim Canyoning verstehen
Aktives und passives Abseilen - der Unterschied
Beim Canyoning gibt es zwei grundsätzliche Arten des Abseilens.
Aktives Abseilen
Beim aktiven Abseilen steuerst du selbst die Geschwindigkeit deiner Bewegung.
Typische Merkmale:
- du kontrollierst das Seil selbst
- Guide sichert zusätzlich (z. B. von unten am Seil)
- du bestimmst das Tempo
Aktives Abseilen wird nur angeboten, wenn:
- Tour und Situation es erlauben
- du dich sicher fühlst
- der Guide es freigibt
Bei uns wird aktives Abseilen hauptsächlich bei fortgeschritteneren Touren oder auf Wunsch angeboten.
Es wird nicht erlaubt, wenn der Teilnehmer unsicher wirkt.
Passives Abseilen
Beim passiven Abseilen wirst du vollständig vom Guide kontrolliert abgelassen.
Typische Merkmale:
- du sitzt im Gurt
- keine eigene Bremskontrolle
- Guide steuert die Bewegung komplett
Passives Abseilen wird häufig genutzt bei:
- Einsteigertouren
- Unsicherheit
- Überforderung
- Kindern
Einweisung und Abseiltraining vor der Tour
Bevor es in die Schlucht geht, erhält jeder Teilnehmer eine Einweisung in das Abseilen.
Dabei erklären die Guides:
- wie das Abseilen funktioniert
- worauf du achten musst
- welche Sicherheitsregeln gelten
- wie du dich korrekt bewegst
Wenn aktives Abseilen vorgesehen oder gewünscht ist, findet zusätzlich ein kurzes Abseiltraining statt. Dieses erfolgt direkt vor Tourstart in sicherem Umfeld.
Du übst dabei:
- richtige Körperhaltung
- Seilkontrolle
- kontrollierte Bewegung nach unten
- sicheres Stoppen
Erst wenn du dich sicher fühlst und die Technik verstanden hast, wird aktives Abseilen in der Schlucht angewendet.
Auch beim passiven Abseilen erklärt der Guide vorher genau, was passiert und wie du dich verhalten sollst.
So weiß jeder Teilnehmer vor der ersten Abseilstelle genau, was ihn erwartet.
Wer entscheidet, wie abgeseilt wird?
Mehrere Faktoren spielen zusammen:
- Wunsch des Gastes
- Einschätzung des Guides
- Tourstandard
- aktuelle Situation
Bei Einsteigertouren erfolgt Abseilen meist passiv, außer spezielle Bedingungen oder Erfahrung sprechen für aktives Abseilen.
Die Sicherheitsentscheidung liegt immer beim Guide.
Die wichtigsten Sicherheitsregeln beim Abseilen
Einige Grundregeln sorgen für stabile und sichere Bewegung:
- fester Stand am Felsen
- breiter Stand für Stabilität
- Seil niemals loslassen beim "aktiven" Abseilen
- Hände an Felskanten vorsichtig führen
- Abstand zwischen Seil und Fels beachten
Besonders wichtig:
Zu enger Stand reduziert Stabilität und Kontrolle.
So bewegst du dich sicher an technischen Stellen.
→ Verhalten in der Schlucht richtig verstehen
Wie anstrengend ist Abseilen?
Das hängt stark von der Abseilstelle ab.
Meist ist die körperliche Belastung moderat.
Wichtiger als Kraft sind:
- Körperspannung
- ruhige Bewegung
- Vertrauen in die Technik
Wie du dich körperlich optimal vorbereitest.
→
Körperlich aufs Canyoning vorbereiten
Was tun, wenn ich Angst habe?
Unsicherheit beim ersten Abseilen ist völlig normal.
Du kannst:
- passiv abgeseilt werden
- dir Zeit nehmen
- Fragen stellen
- beobachten
- Schritt für Schritt vorgehen
Niemand muss selbst abseilen, wenn er sich nicht bereit fühlt.
Warum sich Abseilen intensiver anfühlt als es technisch ist.
→ Mentale Herausforderungen beim Canyoning verstehen
Realistische Erwartung
Die meisten Teilnehmer empfinden Abseilen nach kurzer Zeit als überraschend einfach.
Mit klarer Anleitung entsteht schnell Vertrauen in Technik und Ablauf.
Du möchtest wissen, welche Bewegungsformen dich im Canyon sonst noch erwarten?
Wie natürliche Felsrutschen funktionieren und worauf du achten musst.
→ Rutschen beim Canyoning verstehen (Seite folgt zeitnah)
Wann gesprungen wird und wann Alternativen genutzt werden.
→ Sprünge beim Canyoning verstehen
Weitere Planungstipps rund um deine Tour:
Häufige Fragen zum Abseilen beim Canyoning
Muss ich mich beim Canyoning selbst abseilen?
Nein. Passives Abseilen durch den Guide ist möglich.
Wie hoch sind Abseilstellen?
Je nach Tour. Einsteigertouren bis etwa 16 Meter. Fortgeschrittene Touren bis 25 Meter. Expertentouren bis 70m.
Ist Abseilen schwer?
Technisch einfach, wenn die Anleitung des Guides genau befolgt wird.
Ist Abseilen sicher?
Ja. Mehrfach gesichert und kontrolliert.
Gibt es eine Einweisung vor dem Abseilen?
Ja. Vor Tourstart erhält jeder Teilnehmer eine Einweisung. Beim aktiven Abseilen gibt es zusätzlich ein praktisches Abseiltraining.
Unsicher was Abseilen anbelangt? Sprich uns an - wir erklären dir alles ganz genau vor der Tour.

