Wetter und Sicherheit beim Canyoning - was wirklich entscheidend ist

Beim Canyoning spielen Wetter und Wasserbedingungen eine zentrale Rolle. Schluchten reagieren schnell auf Regen, Gewitter oder Schneeschmelze. Deshalb werden Touren ständig bewertet und bei Bedarf angepasst.


Wichtig zu wissen: Nicht jedes schlechte Wetter ist automatisch gefährlich - und nicht jeder sonnige Tag bedeutet sichere Bedingungen.


Hier erfährst du, wie Wetter und Sicherheit beim Canyoning wirklich bewertet werden.

Wenn du gerade deine erste Tour planst, findest du hier alle wichtigen Vorbereitungsschritte

Erste Canyoningtour planen

Warum Wetter beim Canyoning so wichtig ist

In einer Schlucht wirken mehrere Faktoren gleichzeitig:

  • Wasserstand kann schnell steigen
  • Strömung kann stärker werden

Wie sich Strömung, Wasserstand und hydraulische Kräfte genau auf die Sicherheit auswirken, erklären wir hier → Gefahren im Wildwasser. (Seite folgt zeitnah)

  • Temperaturen beeinflussen das Risiko der Auskühlung
  • Gewitter können plötzlich auftreten


Deshalb wird jede Tour individuell beurteilt und nichtpauschal nach „gutem“ oder „schlechtem“ Wetter entschieden.

Wenn du genauer verstehen möchtest, wie sich Regen, Gewitter oder Temperatur konkret auf deine Tour auswirken, erfährst du hier mehr

→ Was passiert bei schlechtem Wetter?

Wann eine Canyoning Tour abgesagt wird

Sicherheit hat immer oberste Priorität. Touren werden nicht durchgeführt, wenn Bedingungen ein erhöhtes Risiko darstellen.


Eine Tour findet nicht statt bei:

  • Gewitterwarnung
  • Starkregen oder intensiven Niederschlägen
  • zu hohem Wasserstand
  • unklaren oder nicht zuverlässig einschätzbaren Wasserverhältnissen


In diesen Fällen gibt es meist auch keine Alternativtouren.

Wer entscheidet über die Durchführung?

Die finale Entscheidung trifft immer der Guide vor Ort.


Er beurteilt:

  • aktuelle Wetterlage
  • Wasserstand
  • Entwicklung der Bedingungen
  • Sicherheit der Gruppe


Wenn bereits vorher eindeutig erkennbar ist, dass Bedingungen ungeeignet sind, wird die Entscheidung schon vor dem Tourtag getroffen.


Wie eine geführte Tour insgesamt organisiert ist und wann Entscheidungen getroffen werden, erfährst du hier

Ablauf einer Canyoning Tour

Wie Wetter und Wasserstand konkret geprüft werden

Die Einschätzung basiert nie auf Vermutungen.


Typische Entscheidungsgrundlagen sind:

  • aktuelle Wetterwarnungen
  • Satellitenbilder und Niederschlagsprognosen
  • Pegelstände online
  • direkte Beobachtung vor Ort


Oft wird die Schlucht vor Tourbeginn nochmals visuell überprüft.

→ Hier kannst du Gefahren im Wildwasser verstehen lernen (Seite wird zeitnah erstellt)

Was bei Regen oder Kälte wirklich gilt

Viele Gäste schätzen Wetterbedingungen unwissentlich falsch ein.


Wichtig zu wissen:

  • Leichter Regen ist kein automatischer Absagegrund.
  • Kühle Temperaturen machen Canyoning nicht grundsätzlich gefährlicher. Sehr niedrige Temperaturen können jedoch das Auskühlungsrisiko erhöhen - besonders bei Verletzungen oder längeren Stopps.



Bei Außentemperaturen unter etwa 10 °C kann eine Tour nur stattfinden, wenn Gäste dies ausdrücklich wünschen. In solchen Fällen kann ein Abbruch notwendig werden.

Sonne bedeutet nicht automatisch sichere Bedingungen

Auch schönes Wetter kann Risiken bringen.


Im Frühling bedeutet erhöhte Sonneneinstrahlung auch erhöhte Schneeschmelze, was zu einem Wasseransteig in der Schlucht führen kann.

An heißen Sommertagen entstehen häufig nachmittags Wärmegewitter. Diese können plötzlich auftreten und zu schnellen Wasseranstiegen führen.


Deshalb werden auch sonnige Tage sorgfältig bewertet.

Wann du über Änderungen informiert wirst

Entscheidungen werden immer so früh wie möglich getroffen.


Typische Zeitpunkte:

  • häufig am Vortag
  • manchmal am Morgen des Tourtages
  • sehr selten erst am Treffpunkt


Die genaue Zeit hängt von der Entwicklung der Wetterlage ab.

Was passiert, wenn eine Tour abgesagt werden muss

Wenn eine Tour aus Sicherheitsgründen nicht stattfinden kann, prüfen wir zuerst, ob eine sichere Durchführung in einer anderen Schlucht möglich ist.


Dabei entscheiden immer wir, ob eine alternative Schlucht in Frage kommt. Diese kann sich in einem Umkreis von etwa 45 Minuten befinden. Die Entscheidung basiert ausschließlich auf den aktuellen Sicherheitsbedingungen.

Ist eine sichere Durchführung möglich, wird die Tour entsprechend angepasst.


Ist keine sichere Durchführung möglich, stehen dir folgende Optionen zur Verfügung:

  • Ersatztermin
  • Gutschein
  • vollständige Rückerstattung



Die Entscheidung über diese Optionen kannst du auch nachträglich treffen.

Unterschiede zwischen Regionen

Die Sicherheitsbewertung funktioniert in Allgäu und Vorarlberg grundsätzlich gleich. Die Entscheidungsprinzipien unterscheiden sich kaum.

Was du als Teilnehmer selbst beachten solltest

Auch wenn Guides die Bedingungen überwachen, kannst du selbst helfen:

  • Wetterprognosen beobachten und Bedenken äußern
  • passende Kleidung mitbringen
  • Hinweise des Guides beachten
  • Veränderungen sofort ansprechen


Wie du dich im Canyon richtig bewegst und auf Veränderungen reagierst, liest du hier

→ Verhalten in der Schlucht

Bereit für deine Tour?

Wenn du verstehst, wie Wetterentscheidungen getroffen werden, kannst du entspannter und sicherer in deine Canyoning Tour starten.

Canyoningtouren im Allgäu entdecken Canyoningtour in Vorarlberg finden

Weitere Planungstipps rund um deine Tour:

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Häufige Fragen zu Wetter und Sicherheit beim Canyoning

  • Wird bei Regen automatisch abgesagt?

    Nein. Leichter Regen ist meist unproblematisch. Entscheidend sind Gewitter, Starkregen oder ein zu hoher Wasserstand.


  • Wer entscheidet über die Durchführung deiner Canyoningtour?

    Die finale Entscheidung trifft immer der Guide bzw. der Veranstalter vor Ort. Maßgeblich sind ausschließlich die aktuellen Sicherheitsbedingungen.


  • Kann kurzfristig abgesagt werden?

    Ja. Wenn sich Wetter oder Wasserstand kurzfristig ändern, kann auch am Tourtag noch entschieden werden.


  • Kann ich selbst entscheiden, ob ich eine Ausweichschlucht machen möchte?

    Nein. Ob eine alternative Schlucht genutzt wird, entscheiden immer wir auf Basis der aktuellen Sicherheitslage. Wenn eine sichere Durchführung möglich ist, wird die Tour entsprechend angepasst.

  • Was passiert, wenn keine sichere Durchführung möglich ist?

    Dann kannst du zwischen Ersatztermin, Gutschein oder vollständiger Rückerstattung wählen. Die Entscheidung kannst du auch nachträglich treffen.